Traumjob Yogalehrer:in? Zwischen Berufung, Business und Realität: mit Nicole Bongartz
Shownotes
Yoga unterrichten klingt für viele nach absolutem Traumjob: Menschen begleiten, inspirierende Räume schaffen und das tun, was man liebt. Doch wie sieht der Berufsalltag als Yogalehrer:in oder Studiobesitzer:in wirklich aus? In dieser Folge von OM MEETS ALLTAG spricht Katherina Bock mit Nicole Bongartz ehrlich, tiefgründig und ohne romantische Verklärung über die vielen Seiten des Yoga-Berufs. Es geht um die große Freude am Unterrichten, um echte Begegnungen und Transformationsräume – aber auch um die Herausforderungen hinter den Kulissen: Selbstständigkeit, Sichtbarkeit, Social Media, finanzielle Verantwortung, Erschöpfung, fehlende Wertschätzung und den Spagat zwischen Berufung und Beruf. Nicole teilt offen ihre Erfahrungen aus über 20 Jahren in der Yoga-Welt und gibt wertvolle Einblicke für alle, die selbst mit dem Gedanken spielen, Yoga beruflich zu unterrichten oder bereits mittendrin sind. Eine Folge über Hingabe, Realitätssinn, Selbstwert und die Frage, was es wirklich braucht, um Yoga mitten im Leben zu lehren.
Mehr über Nicole und ihre Arbeit findest du hier: https://www.nicolebongartz.de/ewa/
Mehr über Katherina und ihre Arbeit findest du hier: www.maisha-jena.de
Oder folge Katherina auf Instagram: https://www.instagram.com/maishayoga/
Transkript anzeigen
00:00:00: Weg von Yoga-Klischees, aufgesetzten Glitzerkram und Pseudospiritualität.
00:00:06: Hin zu innerem Wachstum Balance & Tiefgang in….
00:00:10: Ommiets
00:00:11: Alltag!
00:00:11: Der Podcast von und mit Katharina Bock Liebevoll und alltagstauglich wirft Katharina einen Blick auf wertvolle Themen aus der Welt des Yoga – Balance, mentale Kraft und Lebensfreude.
00:00:23: Bist du bereit für Yoga mitten im Leben?
00:00:26: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Om Mitz Alltag, Yoga jenseits der Klischees.
00:00:33: Ich bin Katharina Bock und ich freue mich sehr dass du wieder rein hörst und ich freu mich ganz ganz sehr Nicole über unser zweite Gespräch.
00:00:44: Danke das du dir die Zeit nimmst und herzlich Willkommen im Podcast.
00:00:48: Hallo Katharina, hallo zusammen.
00:00:51: Ich freue mich auch sehr wieder hier sein zu dürfen und über mein Lieblingsthema Yoga im Alltag zu sprechen!
00:01:00: Das ist schön.
00:01:01: Das letzte Mal haben wir so einen schönen kleinen Side-Step auch zu einem Thema wo wir gedacht haben das wäre irgendwie super schön und vielleicht auch relevant für euch, die du zuhörst wirklich zu sprechen über den Traumjob-Jogarlehrerin, Traum Job-Jogerlehrer.
00:01:18: Also das würden wir heute gerne mal beleuchten wollen.
00:01:22: sehr würdevoll aber auch irgendwie so ein bisschen ehrlich aus dem bisschen auch aus dem Neckestchen geplaudert oder Nicole?
00:01:29: Ja sowieso immer herrlich wird nicht zum Nachhinein rausgeschnitten alle faux pas werden mit aufgepeichelt und vielleicht auch Sachen die hier und da ein bisschen anecken.
00:01:42: Aber ja, wir sind da einfach ganz ehrlich Traum Job Yoga Lehrer in.
00:01:47: ich weiß nicht ob wir auch Studiobesitzerin mit integriert haben oder ob das zustieglich ist.
00:01:54: Ich kenne auf jeden Fall beide Jobs sehr gut und freue mich dazu.
00:02:00: teilen aus dem was sich in den letzten über zwanzig Jahren schon erfahren hat
00:02:06: Ja, schön.
00:02:08: Und vielleicht würde ich gerne mal einsteigen mit der Frage was liebst du denn am allermeisten an deinem Job und deiner Berufung?
00:02:21: Das ist eigentlich ganz einfach und freut mich auch sehr nach über zwanzig Jahren weil am meisten liebe ich das Unterrichten und den Menschen.
00:02:35: Also ich unterrichte auch schon jahrzehntelang gefühlt, den Dienstagabend bei mir in der Jugerschule.
00:02:44: Und ich komme da oft an und manchmal bin ich auch geplettet oder habe irgendwie keine Lust weil ... was auch immer aber sobald ich dann da bin immer strahlende Gesichter sehe von den Menschen, die reinkommen.
00:03:02: Die sich aufs Yoga freuen vielleicht in irgendeiner Art und Weise auch auf mich, auf unsere spezielle Verbindung dann werde ich tausendmal gedrückt und alle sagen oh ich bin so froh dass ich es endlich mal wieder geschafft habe.
00:03:16: Ich freue mich so.
00:03:17: Und
00:03:18: dann gehen wir in den Raum.
00:03:19: Es ist sofort einfach diese Energie da, die ich liebe an Gruppenkursen.
00:03:25: Also ich muss auch sagen, ich bin mehr so die Frau Gruppenkurs als Personal Training.
00:03:30: Das mag ich auch aber ganz im speziellen liebe ich große Gruppen und diesen Raum zu öffnen für diesen gemeinsamen Trip.
00:03:42: also es ist ja oft wie eine echte Reise die man macht dann kommt ganz woanders raus als wo man reingegangen ist.
00:03:51: Ja, das Unterrichten ist das was mich auch die anderen Dinge, die ich oftmals nicht so gerne mag in Kauf nehmen lässt.
00:04:01: und beim Unterrichten es ist auch speziell der Kontakt zu den Menschen also auch dieses Wissen.
00:04:11: Ich kann mit dem was ich mache Menschen berühren das Leben oder vielleicht auch nur den einzelnen Tag, aber den Moment verschönern und Zugang ebnen zu sich selbst.
00:04:30: Also das Gefühl ich mache auch wirklich was Sinnvolles nicht ich im speziellen Aber dass Yoga setzt Transformationsprozesse in Gang und somit kann ich vielleicht auch die Welt ein kleines bisschen besser
00:04:46: machen.
00:04:48: Wie schön, hat jetzt voll Gänsehaut.
00:04:50: Das ist wirklich so schön in Worte gebracht!
00:04:53: Ich fühle das auch genauso.
00:04:55: Es ist so schön ausgedrückt... Also ich glaube schon dass es unterschiedlich ist diese auch wie du schon angedeutet hast.
00:05:03: manche sind eher lieber im eins zu eins Setting oder lieben andere Sachen auch an der Arbeit.
00:05:09: aber ich denke vielen spricht das außen Herzen über.
00:05:14: Ja, den Kontakt mit diesen auch finde ich wirklich Menschen die ja so eine Offenheit mitbringen und ist schon wirklich auch ein großes großes Geschenk da so mit den Menschen arbeiten zu dürfen.
00:05:26: Schön!
00:05:27: So empfinde ich das auch.
00:05:29: Und das ebt nicht ab oder egal wie lange?
00:05:31: Wie viele Jahre man das macht.
00:05:33: also ich finde...
00:05:35: Nein, das bleibt für mich wertvoll auf jeden Fall.
00:05:38: Ich merke auch dass ich Gott sei Dank ...sensibler geworden bin für Dinge, die mir Energie auch rauben.
00:05:50: Da kann man vielleicht auch
00:05:52: retten
00:05:53: Seiten und... Es ist jetzt für mich kein großer Punkt, aber für mich ist es auch wahnsinnig wichtig in welchem Setting und in welchem Raum ich unterrichte.
00:06:03: Also wie die ganzen Begebenheiten sind.
00:06:07: wenn ich zum Beispiel im Raum unterreichte was hier und da auch leider mal passiert wenn man für Workshops eingeladen ist der vielleicht eigentlich gar nicht richtig geeignet ist von der Akustik Optik, dass man schnell abgelenkt ist oder so Kleinigkeiten.
00:06:27: Aber dann kann es auch sein wenn sich das summiert, dass ich am Ende des Unterrichts sehr schöpft
00:06:34: bin.
00:06:35: also die äußeren Bedingungen müssen irgendwie auch stimmen damit ich das weitergeben kann was ich möchte.
00:06:43: und wenn ich schon merke das klappt nicht so richtig Kann es auch sein, dass ich ganz erschöpft aus einer Klasse rausgehe.
00:06:50: Aber meistens geht's mir danach besser als vorher.
00:06:55: Das heißt ja nicht, dass sich schlecht in einem schlechten Verfassung in den Raum gehe.
00:06:59: aber ich bin auch so eine Verfechterin davon außer wenn man natürlich krank ist oder irgendwas wirklich dagegen spricht zu unterrichten dass man einfach das genauso sieht wie ein anderen Job und zudem geht man einfach hin, auch wenn vielleicht im Außen manchmal Dinge nicht einwandfrei laufen.
00:07:20: Das ist einfach eine Verantwortung gegenüber den Teilnehmenden und auch für einen selber finde ich es oftmals die beste Wahl weil im Unterrichten vielleicht sogar mehr als im eigenen Üben zumindestens für mich kann ich einen wahnsinnig guten Abstand kreieren zu meinem eigenen Team und Problemen.
00:07:40: Und das Ganze vielleicht auch jogischer anschauen, was mich davor gefühlt in die Enge getrieben hat oder was sich nicht aus meinem Energiesystem entfernen konnte.
00:07:54: Deshalb liebe ich es auch in Krisenzeiten meinen Yogaunterricht treu zu bleiben!
00:08:00: Ja, da hast du auch was Schönes gesagt.
00:08:03: Das finde ich auch.
00:08:04: und auch bei Automatisch dadurch dass man halt oft für die Gruppe so einen satwischen sicheren Raum mit hoher Energie bereitstellt ist man ja selber auch den höchsten Master drin und auch sehr fokussiert.
00:08:18: Ich kann mich sehr bestätigen, das hat mich auch schon durch einige Zeiten ganz gut durchgetragen.
00:08:23: Immer wieder privat wie beruflich.
00:08:27: Ja ja absolut schön und dann hast du jetzt auch schon was angesprochen.
00:08:34: Es gibt natürlich auch die andere Seite wie immer den anderen Pool sozusagen.
00:08:42: Was ist etwas, was dich am meisten ... Ja, nervt ist glaube ich ein bisschen starkes Wort.
00:08:47: Aber was dich sage ich mal wirklich?
00:08:49: Was es mehr als Anstrengung oder so zum Beruf macht und weniger Berufung isst an diesem Tun?
00:08:58: Was ist mehr Beruf und weniger Berufung?
00:09:01: Einiges?
00:09:02: Und ich glaube was für mich in dem Ganzen dann schwierig ist da kann man natürlich auch immer hinkucken warum es einen selber triggert aber dass es von außen oftmals nicht als Beruf, sondern nur als Berufung wahrgenommen wird und vergessen wird was alles dahinter steckt.
00:09:28: Und im Laufe der Jahre beobachte ich leider und erlebe ist auch mit das das was dahinter steht immer mehr wird.
00:09:40: also es reicht überhaupt nicht mehr nur noch eine gute Yoga-Lehrerin zu sein.
00:09:47: Sondern man muss gefühlt auch eine Marketing-Expertin sein, diverse Kanäle füttern und das hatten wir eben schon im Vorgespräch.
00:10:00: ich empfinde für mich immer mehr Widerwillen auch wenn nicht eigentlich meine Instagram Community zum Beispiel mittlerweile echt liebe also daran liegt es nicht sondern überhaupt diese Tech-Giganten, Insta oder Google einfach vor allen Dingen Insta mit kostenlosen Content zu versorgen und irgendwie reich zu machen.
00:10:24: Und das alles kostenfrei mit wirklich viel Arbeitszeit Unwuchung zu generieren.
00:10:33: Das finde ich schon mittlerweile einfach sehr... dominant, dass das ein Riesenmarkt geworden ist.
00:10:40: Was auf der einen Seite sehr schön ist, dass Yoga omnipräsent ist.
00:10:45: aber durch diese Fülle und die Entwicklung einfach unserer Zeit habe ich das Gefühl, dass die Arbeit hinter den Kulissen einfach viel mehr wird.
00:10:56: also natürlich die deutsche Bürokratie tut ihr auch seinen Part dazu und wir alle müssen da für eine gute Buchhaltung sorgen und als ganzes Setting im Hintergrund gestalten, was eigentlich gar nicht so nach außen zu sehen ist.
00:11:14: Aber was auch Werbung und dieses Sich-nachaußen präsentieren wirklich an Raum einnimmt.
00:11:23: ich glaube das es nicht zu unterschätzen und kann wahrscheinlich jede Yoga Lehrerin die Zuhörter unterschreiben.
00:11:33: Das ist mir manchmal sehr, sehr viel.
00:11:35: Da fühle ich auch oft so eine Erschöpfung und das ist ja auch ein schönes Wort.
00:11:39: Man weiß dann nicht mehr woraus man schöpfen soll.
00:11:42: also hat ja viel mit Kreativität zu tun etwas zu schöpfen.
00:11:48: Das macht es mir nach Jahren manchmal schwer weil ich denke hey!
00:11:52: Ich habe eigentlich das Standing genommen und so ich würde gerne eigentlich weniger nach außen machen und die gleichen Buchungen generieren.
00:12:03: Aber das ist heutzutage richtig schwer geworden.
00:12:05: Ich sehe das an Kollegen, die das irgendwie cool machen und ich ziehe da auch mein Hut vor, die sagen nee es ist nicht meine Welt, ich zeig mich da gar nicht!
00:12:13: Und ja sie kriegen auch noch ihre Einladung und so.
00:12:17: aber gerade wenn man auch wie ich gerne Festivals unterrichtet oder zu Podcast folgen eingeladen wird oder... Ja dann ist das alles drum herum neben dem Unterrichten sehr wichtig
00:12:30: geworden.
00:12:34: Ja, und der Punkt den ich dann am Anfang angesprochen habe ist der dass es nach außen nicht als solches wahrgenommen wird.
00:12:41: Und da kann man natürlich dem Menschen nicht unbedingt einen Vorwurf machen weil das ist ja das was wir als Yoga-Lehrerin auch verkörpern.
00:12:50: Wir sind die sich des Hobbys so zum Beruf gemacht haben, die Glücklichen.
00:12:57: Wenn ich dann z.B.
00:12:59: ein Retreat gegeben habe Liebe Retreats zu geben, aber gleichzeitig ist es wirklich auch anstrengend weil ich gerne in die Nähe auch gehe mit meinen Teilnehmenden.
00:13:12: Also ich gebe dann nicht anderthalb Stunden Yoga und dann verdröseln mich hier in meinem Zimmer und mache die Tür hinter mir zu.
00:13:20: also die Phasen mache ich auch Aber da bereite ich dann meistens den nächsten Kurs vor oder mach meine E-Mails.
00:13:27: Also sprich das sind für mich ganz intensive Tage Und wenn ich dann nach Hause komme und alle Welt fragt, ob ich schon wieder im Urlaub war.
00:13:39: Dann sind es schon so Momente wo ich echt schlucken muss und mich dran erinnern muss hey ist okay die wissen das nicht besser.
00:13:47: vielleicht darf man da auch das Umfeld besser aufklären so wie wir beide das gerade machen ja dass das schon herausfordernde intensive energetische Tage senden.
00:13:59: oder mein alter Steuerberater, den habe ich jetzt auch nicht mehr.
00:14:03: Der hat mich gefragt wie viele Kurse ich fest in der Woche unterrichte.
00:14:09: und auch für alle Zuhörenden, die mich vielleicht gar nicht so gut kennen also... Ich hab eine Jugerschule in Köln mit zwei Studios.
00:14:17: wir bilden aus, wir haben noch ein zweihundert Stunden Ausbildung, dreihundert Stundenausbildungen, gibt gerne nur die Treats, ich mache aber auch die Geschäftsführung für die Studios!
00:14:27: Ich habe zwei Bücher geschrieben.
00:14:30: Man muss sich ja gar nicht recht fertig, aber ich gebe bei uns im Studio je nachdem manchmal vier feste Kurse die Woche und manchmal drei.
00:14:39: Und dann hat mein Steuerberater mich ganz entgeistert angeguckt und hat gesagt Ja, aber Frau Bongatz was machen Sie denn den ganzen Tag?
00:14:51: Wir lachen jetzt...
00:14:52: Ich verstehe das voll!
00:14:53: Ich
00:14:54: habe das auch gekündigt, das Verhältnis Weil da kamen mehrere Themen für mich zusammen.
00:15:00: Auf der einen Seite habe ich gedacht, okay wahrscheinlich wäre ein Mann nie so was gefragt worden und nachdem wir ja auch mit diesem Steuerrad mehr Jahre gearbeitet haben, der weiß, wir haben angestellt also all die Verwaltungskosten kennen, die dazukommen oder so hab' ich diese Frage als wahnsinnig respektlos empfunden.
00:15:28: Und ja, damit wird man natürlich wenn man in so dieser Freizeitbranche arbeitet und dann noch im Yoga-Bereich glaube ich ganz viel konfrontiert.
00:15:40: Das ist manchmal unangenehm.
00:15:44: da wird einfach nicht gesehen dass man abends arbeitet am Wochenende arbeitet das da einfach ein Riesenkommittment ist von unserer Seite weil wir diesen Beruf leben.
00:15:58: Und da kommt glaube ich auch der nächste große Punkt in dem Ganzen, der diesen Traumjob manchmal energetisch herausfordert macht.
00:16:07: Es lässt sich kaum monetarisieren.
00:16:11: also es ist wirklich hartes Brot damit gutes Geld zu verdienen angemessen gutes Geld als Wertausgleich.
00:16:23: Es gibt ein paar Yoga-Lehrerinnen und ich gönne denen das von Herzen.
00:16:27: Und bin froh, dass es sie gibt weil Sie ja auch den Raum dafür öffnen, dass ist möglich ist mit Yoga gutes Geld zu verdienen.
00:16:35: Ich habe auch einen angemessenes Geschäftsführerin gehalten Das ist okay.
00:16:41: Aber für zwanzig Jahre selbstständig und für Unternehmen leiten was auch momentan nicht mehr war ich uns auch bewusst klein geschrumpft hat, aber was auch mal führend war am deutschen Yogamarkt ist es eigentlich nie ein angemessenes Gehalt gewesen.
00:17:00: Und ja das finde ich auch persönlich sehr schade dass für etwas was so wichtig ist trotzdem nicht unbedingt die Bereitschaft da
00:17:15: ist
00:17:16: mehr Geld zu zahlen beziehungsweise Also ich will gar nicht sagen, dass der Einzelne die einzelne das nicht machen würde.
00:17:26: Das ist glaube ich eher so, dass sich der Markt in eine bestimmte Richtung entwickelt hat gerade bei uns in den großen Städten über Aggregatoren und Studios zwar gut gefilmt sind aber es gibt halt niedrige Payouts.
00:17:38: ja
00:17:39: und darüber gibt es einfach die Möglichkeit Sport- und Yoga sehr günstig zu praktizieren.
00:17:49: und so hat es sich entwickelt, dass zwar alles um uns herum immer teurer wird aber Yoga eigentlich also zumindest das Yoga wie ich es in den großen Städten gerade wahrnehme eher günstiger wird.
00:18:02: Und dann bleibt natürlich am Ende für die, die unterrichten egal ob Studiobesitzerinnen oder Lehrerinnen, Lehrer manchmal finde ich viel zu wenig unterm Strich über.
00:18:16: Also ich würde auch gerne unseren Lehrerinnen mehr zahlen.
00:18:20: Ich würde auch selber gerne mehr Geld nehmen, wenn nicht ein Wochenende mich kommitte ohne meine Kinder, ohne meine Freizeit vielleicht ohne irgendwelche Einladung die ich nicht einnehmen kann zu fünftigsten Geburtstagen oder Hochzeiten und so dann nicht auch gerne einfach mehr Geld dafür nehmen.
00:18:40: aber das ist nur in Ausnahmefällen so wie ich es wahrnehme möglich.
00:18:46: Ja, ist richtig.
00:18:48: Aber da ist jetzt so viele wertvolle Sachen auch angesprochen.
00:18:52: also danke auch für den ehrlichen und tiefgründigen Blick.
00:18:55: darauf kann ich alles sehr fühlen.
00:18:57: und witzig!
00:18:58: Ich habe das nämlich mit den Retriebs... Also es beruhigt mich sehr weil ich habe nämlich heute gedacht dass würde ich gerne vielleicht mal sagen auch dass man wird glaube ich nie jemand der von Geschäftsreise kommt, fragen ob er gut erholt ist oder wie es im Urlaub war.
00:19:15: Das ist ja glaube ich das Gleiche!
00:19:17: Oder eine Lehrerin die irgendwie auf jungter Bergspfad gegangen ist mit ihrer Klasse oder sowas fragt wie sie im Urlauffahr.
00:19:24: also ich glaub immer und dass ich merke auch so Ich tue mich da auch manchmal schwer weil Ich liebe ja, das tun auch wie du sagst mit den Menschen wirklich in so tiefen Kontakt, tiefem Austausch zu gehen und so Entwicklungsräume, Wachstumsräume bereitzustellen.
00:19:41: Das ist für mich ein ganz großes Geschenk.
00:19:44: ich liebe das auch sehr.
00:19:46: Und gleichzeitig ist es aber auch wirklich so... Dass ich manchmal das Gefühl habe, man wird nur nichts mehr gefragt.
00:19:52: Wenn man irgendwie abends dann im Bett liegt, dann hört es auf dass man Dinge gefragt wird bis hin zu Unverträglichkeiten beim Essen und so weiter.
00:20:01: also Man ist wirklich die ganze Zeit in der Verantwortung Und im kreieren und auf ganz ganz vielen Ebenen So vielschichtig unterwegs und Es braucht eigentlich danach nochmal fast eine Pause Die man sich ja auch dann schwer nehmen kann.
00:20:15: Also Ich weiß nicht wie's dir da immer geht weil man isst ja dann eh schon wieder weg und aus dem Studio geschehen raus.
00:20:21: Das Büro läuft irgendwie im Hintergrund immer weiter oder staut sich auch ein Stück weit wieder auf?
00:20:27: Also das ist gar nicht so...
00:20:29: Ja, das ist ja auch sowieso ein Thema der Selbstständigkeit die Pause.
00:20:35: Und es ist wirklich das Erfordertisziplin sich die zu nehmen und das ist so wichtig.
00:20:43: Also ich habe angefangen auch mir immer nach einem Retreat mindestens einen Tag frei zu nehmen, nachdem ich gemerkt habe... Ich schaffte es sonst einfach nicht mehr!
00:20:55: Ich bin dann immer krank geworden nach nur Retreat und hab gedacht, wieso?
00:21:00: Das macht mir total Spaß!
00:21:01: Es geht mir auch leicht von der Hand und da habe ich festgestellt naja du honorierst ja selber auch nicht was du gemacht hast, wie sollen das auch die anderen honorieren?
00:21:12: Wenn man nicht selber das anerkennt und sich eine Pause gönnt, so wie es ganz normal ist.
00:21:21: Und sich selbst gegenüber wertschätzend ist.
00:21:27: Auch den Prozess gegenüber wert schätzend isst.
00:21:30: Weil in einer Kreationsspirale ein Retreat baut sich ja schon viel länger... als Beispiel Retreat.
00:21:39: Das ist ja nicht nur diese Woche oder diese fünf Tage, das baut sich ja schon ganz lange vorher auf in dem Moment wo man beginnt das zu konzipieren mit dem Zentrum in Verbindung es beginnt dass zu bewerben vielleicht mit den Teilnehmenden Austausch geht vorab.
00:21:59: also es ist ja ein Kreationsprozess der dann auch mit dem letzten Tag irgendwo gewissermaßen vollbracht ist.
00:22:08: Aber in dem Sinne noch nicht für Ende ist, weil zu einer gelungenen Kreation gehört immer auch sich danach Raum zu nehmen das zu reflektieren, dass du verdauern und das auch zu feiern was man geschaffen hat.
00:22:23: wenn man es nicht macht wird es irgendwann erschöpfend oder einmal kann nichts Neues mehr kreieren.
00:22:30: also Dinge gut abzuschießen Das glaube ich war es, was nicht nur in der Yoga-Branche sondern generell so aus dem Bewusstsein der Leute rausgefallen ist.
00:22:43: Es ist uns nicht mehr bewusst dass das dazugehört nach etwas Schönem, nach etwas Gelungenem auch wie früher der Sonntag einfach alles mal niederzulegen und sich auf ganz andere Sachen zu besinnen damit da auch ein neuer Raum entstehen kann.
00:23:03: Ja und das habe ich mir auf jeden Fall, also das mache ich seit zwei Jahren jetzt nach Retreats.
00:23:08: Und generell ist es aber auch noch bei mir Luft nach oben.
00:23:16: Das ist ein spannender Aspekt.
00:23:18: zum Thema Yoga-Lehrerin, aber auch Studiobesitzerin ist das Tempo in dem unterschiedlichste Dinge sich abwechseln.
00:23:31: rausfordern, weil man ja wie du schon sagst wir wollen ja richtige Räume aufmachen.
00:23:37: Erkenntnisräume, Wachstumsräume und gleichzeitig bin ich manchmal bis zehn Minuten vor meinem Kurs noch in irgendwelchen Emails oder Gesprächen
00:23:48: und
00:23:49: muss dann so switchen oder ich bilde aus samstag Sonntag und Montagsmorgen ein Steuerberatertermin oder was auch immer.
00:24:00: Dieser Wechsel zwischen ich bin Ausbilderin, ich bin Geschäftsführerin.
00:24:05: Ich bin Lehrerin und Chefin ist manchmal zu extrem.
00:24:12: Und ich versuche da auch hier wieder Raum ist ja immer ein schönes Wort Räume dazwischenzubringen und dann selber fest daran zu glauben dass es die Effizienz nicht verringert sondern das es besser ist diese Räime zu haben.
00:24:31: Aber auch das braucht wirklich viel Disziplin zu sagen, wie ich kann da nicht.
00:24:37: Wenn ich erreichbar oder...
00:24:41: Ja, das finde ich auch.
00:24:44: Das hast du ja auch gesagt mit Instagram und so weiter.
00:24:48: nur als ein Beispiel.
00:24:49: Es kommt alles noch on top!
00:24:51: Und irgendwie ist es immer mehr geworden die letzten Jahre.
00:24:56: Gleichzeitig braucht's dann fast noch mehr Disziplin sich Pausen einzuhäumen oder Zeiten von Nicht-Erreichbarkeit oder bis hin zu dass der Kopf mal nicht kreiert.
00:25:08: was jetzt der nächste Post was ist jetzt die nächste Geschichte, der nächste Inhalt von einem Workshop oder Programm wo du ja auch so wunderbare Sachen in die Welt bringst?
00:25:21: und ich finde das wirklich herausfordernd.
00:25:25: Ich glaub, das geht vielen Menschen so.
00:25:27: Aber in der Selbstständigkeit ist er immer so sehr gefeiert ... Also da bin ich auch manchmal ein bisschen ambivalent.
00:25:34: So dieses Ah du kannst ja ganz frei arbeiten!
00:25:37: Ist ja auch nicht so nett mit der Betonung manchmal.
00:25:41: Du bist ja ganz free wo ich so denk Ja, prinzipiell ja aber es ist nicht so.
00:25:46: also dieses Freifrei heißt ja jetzt nicht dass sich irgendwie für mich hat das immer so ein bisschen Beigeschmack wenn's so formuliert wird weil weil man eigentlich die ganze Zeit theoretisch ein bisschen mehr oder weniger auch am arbeiten ist und sich eher sehr diszipliniert so ein paar Pausen reinbauen sollte, unbedingt.
00:26:07: Ja wie du gesagt hast da ist so viel drin.
00:26:09: also einmal Tricky finde ich, weil man ja in einem Berufsfeld ist was man sehr liebt.
00:26:16: Zudem aber ringsherum ganz ganz viel anderes noch dazu kommt, was natürlich auch Unternehmerisches tun im weitesten Sinne ist, das natürlich auch getan werden muss auch einfach dazugehört und es nicht so einfach finde ich.
00:26:33: vielleicht hast du schon gesagt ne?
00:26:34: Du nimmst dir so Auszeiten also Zwischenzeiten oder wie hast Was hast du?
00:26:39: Hattest du ein schönes Wort dafür, Nicole.
00:26:43: Ich weiß es
00:26:46: jetzt gerade
00:26:47: gar nicht mehr.
00:26:49: Also
00:26:49: so... Zwischenräume schaffen!
00:26:50: Ja also Zwischenräume, das finde ich auch ein schönnes Wort dafür und dass ist gleichzeitig find' ich gar nicht so einfach, ähm... Aber es ist auch
00:26:58: Raum für Inspiration.
00:27:00: So wenn wir einfach eins nach dem anderen tackern dann können wir glaube ich auch diese Rolle der Yoga-Lehrerin irgendwann nicht nur gut Verkörpern.
00:27:11: Und wie du schon sagst, das ist sehr spannend weil wir brauchen für beides Disziplin, wir brauchen Disziplinen dazu die Dinge zu tun, die getan werden müssen.
00:27:21: aber wir brauchen auch Disziplingen die Sachen praktisch liegen zu lassen oder zu priorisieren und die Tage als Selbstständige haben oft einfach wenig Struktur in sich.
00:27:36: also dass es auch etwas dann muss man glaube ich schon der Typ für sein, weil es ja nicht dieses ist.
00:27:43: Ich muss um neun Uhr irgendwo sein und da bin ich bis fünfzehn oder sechzehneuhr, siebzehn Uhr, und ich kriege Aufgaben.
00:27:50: Sondern Ja!
00:27:51: Da isst viel Freiheit aber die Freiheit muss auch gestaltet werden und irgendwie sinnvoll gestaltet wird.
00:27:58: Was wunderschönes ist...ich will's nicht missen Aber Es ist eine Herausforderung in so wenige Ecken da am Tag vorgegeben sind.
00:28:09: Weil manchmal ist es nur vorgegelt, dass ich irgendwann zu einer bestimmten Uhrzeit unterrichte und der Rest ist irgendwie frei.
00:28:18: oder ich habe vielleicht wie jetzt ein Podcast-Folge.
00:28:23: Und ja dann darf der Raum dazwischen einfach benutzt sein.
00:28:28: Ist total schön aber kann auch ermüdend.
00:28:31: Manchmal träume ich.
00:28:32: Wollte so einen Nein to Five Job wahrscheinlich wie jeder normal angestellte, sich auch unser Leben anguckt und denkt so oh das muss so schön sein.
00:28:42: So hat natürlich beides auch Vor- und Nachteile.
00:28:46: Ich habe gestern dazu einen total tollen Post gelesen von einer ehemaligen Lehrerin aus meinem Studio und da ging es darum dass man wenn man so nach seinem Traumjob sucht und gerade auch im Bereich Selbstständigkeit, da heißt es ja auch oft sich selber so zu.
00:29:07: Also dass man durch das was man macht ja auch das Leben kreiert, was man gerne haben möchte und dass da aber oftmals gar nicht genug hingeguckt wird welches Leben zieht das was ich mir wünsche eigentlich mit sich?
00:29:25: Und dass das mindestens genauso wichtig ist wie zu schauen, was will ich eigentlich machen?
00:29:31: Weil zum Beispiel habe immer mal davon geträumt, Retreat Center aufzumachen.
00:29:38: Ich liebe schöne Hotels und ich mag schöne Retreat-Center und meistens fahre ich ja bis die Österreich oder Süddeutschland weil ich finde das ist hier so wo ich herkomme Nordrhein-Westfalen Sauerland Eifel vielleicht kenne ich sie nur nicht und es gibt sie aber dass sich diese Orte noch nicht gefunden hat.
00:29:59: Dann
00:29:59: denke ich immer, das könnte ich ja machen.
00:30:03: Und dann denke ich aber Gott sei Dank auch ein zweiter, zwei weiter und denke wie würde das Leben denn dann aussehen?
00:30:10: Oh okay!
00:30:12: Immer neue Leute um mich herum, immer in der gastgebenden Funktion lange Tage und und und.
00:30:20: Und da denke ich so ne ok Retreat Center vielleicht aufzubauen und einzurichten etc.
00:30:26: zu haben ist das eine Also, aber dann das richtig mit Leben zu füllen ist das andere und das will ich nicht.
00:30:35: Ja
00:30:37: oder ein eigenes Café habe ich auch immer mal ganz lange gedacht weil ich mich für Essen interessiere überhaupt ich gerne Sachen einrichtige gestalte dass es auch so mein Ding kreiere.
00:30:48: Aber denke ich ja was danach kommt wenn's da ist.
00:30:52: das will Ich nicht.
00:30:54: Und da muss man sich glaube ich wirklich Gedanken machen Wenn man denkt, oh Traumjob, Yoga-Lehrerin will ich das auch wirklich.
00:31:03: Und es ist ein toller Job.
00:31:05: und gleichzeitig empfehle ich den meisten bei uns im Teacher Training das erst mal nebenberuflich zu machen.
00:31:13: Und hey wir freuen uns über alle die Hauptberufliche unterrichten.
00:31:16: natürlich sind das die, irgendwann wahrscheinlich auch besser, weil professioneller machen die mehr Zeiten haben wo sie vertreten können.
00:31:27: und aber das darf ein gradueller Weg dahin sein dass man vielleicht erst mal seinen Job auf achtzig Prozent reduziert und nebenbei unterrichtet.
00:31:37: Und erstmal so da reinschnuppert.
00:31:38: wie ist es überhaupt für mich?
00:31:40: Wie gut kann ich das energetisch wegstecken dieses vorne zu sein ja all eyes on me die Räume zu halten, abends zu arbeiten oder am Wochenende?
00:31:52: ist es überhaupt was für mich.
00:31:53: Was ich ausbauen will oder reicht das vielleicht auch erst mal als Nebenjob?
00:32:00: Also da würde ich den wenigsten empfehle, direkt den Sprung ins kalte Wasser aussah.
00:32:05: Ich sehe da einen riesen Potenzial und einen riesigen Willen und dann würde ich da jemandem unterstützen.
00:32:13: aber
00:32:15: normalerweise würde ich sagen step by step.
00:32:17: Ja, ja ist schön.
00:32:19: Bei mir war das damals ganz lustig dieser Start.
00:32:22: ich bin da wirklich total naiv reingetapst und ich denke auch heutzutage das war so gut so Ich hätte es vielleicht sonst gar nicht so machen können.
00:32:30: Ich bin direkt aus dem Studium in die Selbstständigkeit habe mir einen mini kleinen Raum angemietet um mein Leben unterrichtet, sozusagen mit irgendwie fünfzehn Stunden die Woche oder so.
00:32:42: Hälfte noch Volkshochschule damit irgendwie die Leute da sind und das irgendwie losgeht.
00:32:48: Und ich glaube was gut war vom Studium ist man nicht gewöhnt dass man viel Geld hat weil das ist nämlich auch dieser Step wenn du eine Wohnung hast und ein Auto oder sowas und du bist gestern ohne Erspartes in der Selbstständigkeit rein.
00:33:02: Die ersten drei Jahre ist wirklich dabei.
00:33:05: also so wie von niemandem anders erst mal rudern arbeiten und gucken, dass man irgendwie bis zum Monatsende sich rappelt gerade in so einer Branche.
00:33:15: Gerade
00:33:15: im Studio aufmachen.
00:33:16: wir haben am Anfang selber geputzt und alle sind nicht leistet.
00:33:20: Wir haben jeden Abend noch um zwanzig Uhr geputzen.
00:33:24: Nicht auch?
00:33:25: Ja genau!
00:33:29: Und man denkt immer so ein Yogastudio, das was bezahlen die denn schon?
00:33:33: Die brauchen nur den Raum.
00:33:35: Die haben kein teures Equipment.
00:33:36: Das ist vielleicht auch im Vergleich zu anderen Sachen war Aber es heißt nicht dass sich nicht die Kosten hinter den Kulissen wirklich extrem aufstapeln.
00:33:48: Ja und ich glaube du hast da etwas Wichtiges gesagt Dass es Zeit braucht natürlich aber es braucht auch den richtigen Ort.
00:33:57: Sieh da jetzt auch ein ganz klares Stadtlandgefälle, also in den großen Städten.
00:34:03: Da machen zwar wahnsinnig viele Studios jeden Tag neu auf, schließen aber auch immer mal wieder Studios und ich höre von einigen ehemaligen Lehrerin oder so dass sie sagen so wow das habe ich wirklich unterschätzt.
00:34:20: Ja
00:34:21: natürlich auch ja
00:34:23: dass da, glaube ich, wenn man einen schönen Ort hat eine Kleinstadt oder so wo Yoga noch nicht so Fuß gefasst hat.
00:34:29: Man hat sehr gute Chancen was Neues aufzubauen.
00:34:35: in den großen Städten würde ich erst mal mit kleineren Schritten wahrscheinlich mich in der Branche und in der Szene voran tasten.
00:34:47: Außer ich habe eine beanträchtende neue Idee, Honau.
00:34:49: Ja!
00:34:51: In der Infrarot-Kabine hat er jetzt bei uns aufgemacht oder?
00:34:57: Das ist schön.
00:34:58: aber hättest du... das ist ja auch glaube ich spannend.
00:35:01: Hättest du jetzt aus der Erfahrung von Jetzt, würdest du rückblickend sozusagen irgendwas noch mal mit auf den Weg geben?
00:35:09: Was du vielleicht jemanden der Stadt würde raten würdest oder anders machen.
00:35:14: Würdest du aus jetziger Erfahrungswicht heraus?
00:35:19: Ja, auf jeden Fall.
00:35:21: Also im Endeffekt mache ich mir auch keine Vorwürfe und...
00:35:25: Ja also das so beides gar nicht
00:35:28: mehr.
00:35:30: seiner Intuition und ich glaube auch, dass das Universum dann einem auch Wege öffnet oder auch wegeschließt wenn man sich irgendwo verirrt hat.
00:35:40: Also dass man da schon gar nicht ganz alleine unterwegs ist in seinem Handeln sondern auch unterstützt und getragen is.
00:35:50: Was ich im Nachhinein denke aber ich weiß nicht, ob das ein guter Tipp ist.
00:35:57: Ich habe mich zu spät wirklich um die Finanzen gekümmert unseres Studios.
00:36:01: also wir hatten halt das große Glück dass wir damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und ich hatte eine wahnsinnige Kreationskraft und hatte auch guten hab ich bestimmt auch noch aber ich red trotzdem kurz in der Vergangenheit hatte einen sehr guten Instinkt was neue Ideen und Projekte anging.
00:36:22: Ich sag mal so, wir hatten eigentlich einfach immer Geld auf den Konto.
00:36:25: Wir konnten die laufenden Kosten zahlen und ich hab mich dann nie groß mit beschäftigt.
00:36:31: Und das hat aber auch dazu geführt dass ich ja jetzt in den letzten Jahren eine große Krise reingelaufen bin, eigentlich sehenden Auges Aber weil ich nicht in der Lage war wirklich gut die Zahlen zu analysieren, weil ich sie nicht gut genug
00:36:47: kannte
00:36:50: Und weil auch ich gemerkt habe, dass – ja.
00:36:54: Ich musste da fünfzehn Jahre nicht hingucken, weil es so gut lief aber das war ein Vermeidungsthema, weil ich das in meiner Kindheit und Jugend so nie gelernt hab und da irgendwo auch eine Riesenblockade war zwischen mir und dem Thema.
00:37:13: Da würde ich immer empfehlen, auch in guten Phasen diese Sachen im Auge zu haben und wirklich gut
00:37:22: kennenzulernen
00:37:23: auch.
00:37:27: Also, das habe ich einfach jetzt erst lernen müssen und dann auf eine sehr schmerzhafte Art und Weise Und was sich auf jeden Fall auch als Erfahrungswert mitgeben würde Wir haben uns in diesen guten Phasen trotzdem immer nur sehr sparsam bezahlt meinen Geschäftspartner und Ich Und wirklich alles so in das Yoga gesteckt und wir waren einfach totale Idealisten, was total wahnsinnig schön ist.
00:38:00: Aber trotzdem auch kurz gedacht, kurzfristig gedacht.
00:38:05: also ich hätte nie gedacht für mich wie sehr sich meine Prioritäten und auch dieses Thema Sicherheit sich verändert in dem Moment als ich Mutter geworden bin.
00:38:18: Ich mein, ich lebe jetzt wirklich sehr gut.
00:38:21: Da war ich sehe andere Leute die vielleicht ein ähnlich erfolgreiches Business hatten wie weiß ich nicht in Kleinshäuschen im Portugal haben oder was auch immer und das habe ich einfach nicht gemacht und das würde ich beim nächsten mal anders machen weil ich auch denke hey dass hat auch immer etwas mit Wertschätzung zu tun der eigenen Leistung gegenüber sich da angemessen zu entlohnen und das Geld nicht nur in das nächste Projekt zu schieben.
00:38:54: Was ich eben gesagt habe, diese Pause nach dem Kreationsprozess heißt ja vielleicht auch abzurechnen – nicht nur finanziell.
00:39:03: aber was ist das ganze Wert?
00:39:04: Was hab' ich eigentlich in dem Ganzen auch geleistet?
00:39:08: Was kann ich mir dafür auch geben auf welche Art immer wenn es nicht unbedingt finanzielle ist Wertschätzung gegenüber der eigenen Leistung und da auch wirklich im Hinterkopf, auch wenn man jetzt vielleicht zum Beispiel vielleicht hören auf Leute zu die jetzt gerade ein Pilates-Business sind.
00:39:27: Und einfach auf so einer gollenden Welle mit schwimmen dann ist das wahnsinnig unsexy zu denken okay vielleicht wird es irgendwann mal ein bisschen schwieriger.
00:39:40: aber das ist was ich gelernt habe dass sich mich besser absichern würde.
00:39:45: fürs nächste Mal Ja.
00:39:49: Das finde ich auch ganz, ganz wertvoll was du sagst und ich glaube so viele Sachen sind da drin.
00:39:56: also ich glaube auch so erlebe ich das auf jeden Fall bei mir auch wie du sagest dann kommt das Mutter werden aber auch selbst ohne Kinder.
00:40:04: also du kannst nicht dein Leben lang powern wie mit fünfundzwanzig oder dreißig.
00:40:08: das geht einfach nicht Und die Prioritäten verändern sich sehr.
00:40:18: Das ist so wertvoll und da auch wirklich frühzeitig am besten ein Auge mit drauf zu haben, Das ist, finde ich eine gute Idee.
00:40:27: Also das ist auch so ein bisschen mein Ansatz.
00:40:28: Ich habe gedacht, ich würde auf jeden Fall sowie das nächtliche Putzen nach jedem Kurs oder so einen Kurstag am Anfang versuchen vielleicht etwas mehr auszusorsen wenn es möglich ist und was mich sehr trägt.
00:40:45: Auch jetzt, also ich glaube immer so ein gutes Netzwerk von so paar Leuten die einen einfach auch mit Erfahrung aus ihrem Bereich, sei es Bereich Finanzen oder irgendwie so ein unternehmerisches Know-how vielleicht auch haben zu sagen.
00:41:00: Ah okay jetzt guck mal bevor man selber merkt ich werde älter und kann nicht mehr so viel Gas geben.
00:41:06: Vielleicht schonmal sagen Achtung das könnte irgendwann mal kommen.
00:41:10: Ja
00:41:10: auch von Nachwuchsförderungen aber
00:41:12: auch
00:41:13: wieder mehr für Studiobesitzerinnen wirklich nicht denkt, man muss vorne der Star bleiben.
00:41:22: Man auch wo ist wenn tolle Leute nachkommen.
00:41:26: auf jeden Fall und Netzwerken.
00:41:30: Und ich persönlich sehr wichtig auch nicht nur praktisch mit Leuten die Sachen können, die man selber nicht kann.
00:41:37: also dieses Netzwerk für Finanz- und Marketing und so sondern auch Netzwerken innerhalb der gleichen Branche finde ich auch total spannend.
00:41:47: Also wenn man guckt, wer ist so auf Augenhöhe?
00:41:51: Entweder als Yoga-Lehrerin, dass man da andere Yoga Lehrerinnen, Yoga Lehrer um sich schad oder beim Studiobesitzerin, das man auch
00:42:01: mit
00:42:01: anderen StudiобesitzerInnen Kontakt zu legt.
00:42:04: Das finde ich immer sehr wichtig und inspirierend und auch hier bei Beidem nicht nur, sag ich mal die schönen Dinge teilen sondern auch Mut weg sich austauscht über Schwierigkeiten oder so.
00:42:21: Ja
00:42:22: weil das ist so schön.
00:42:25: Weil die Themen sind eigentlich auch immer die gleichen wenn man sich dann unterhält und die Herausforderungen und ja... Ich bin da auch ein großer Fan!
00:42:35: Das ist echt toll.
00:42:37: Und was du auch gesagt hast, das finde ich kann man vielleicht auch noch mal ansprechen oder nochmal einmal mehr dass so diese also ich glaube das ist auch ein ganz ganz dickes Paket eigentlich die Mischung aus ein bisschen vielleicht das Bild der Yoga-Lehrerin im Außen oder in der Gesellschaft bis hin zu aber auch eine Anerkennung von dem was wir wirklich da auch tun.
00:43:00: Also da merke ich auch, dass mich das manchmal immer noch ein bisschen verärgert vielleicht ist.
00:43:06: Ich weiß gar nicht immer wo es herkommt, dass Yoga immer noch in so einem Gymnastik und Körperoptimierungskontext irgendwie für viele glaube ich trotzdem die sich nicht damit beschäftigen irgendwo da ist.
00:43:20: Und es eigentlich umso ganz was anderes geht und damit aber auch so die Wertschätzung gegenüber vielleicht, also ich denke das manchmal egal ob es jetzt eine Osteopathiebehandlung oder ein Coaching oder auch manchmal einen Termin bei einem Psychologen.
00:43:39: Also ich finde immer wenn du so ne gute Yoga Stunde machst bist du gleichzeitig in so vielen Themen auch für die Leute drin und auch wenn's keine Klassik, keine Therapie ist oder so.
00:43:50: aber wir leisten da schon wirklich auf ganz vielen Ebenen viel.
00:43:55: Und das ist auch dieses Know-how, also ich finde es so auch als Yoga-Lehrerin, was man wirklich an know how mitbringt und diese Ausbildungen wie umfassend die sind überhaupt adäquat auch unterrichten zu können oder einfach dass alles adäqat auf einer Weise ein Stück weit mittragen zu können.
00:44:18: Das echt großes Ding.
00:44:23: Also ich finde, das ist ein sehr vielseitiger Beruf selbst wenn man noch nicht mal die Studioleitung mit dazu nimmt
00:44:31: und das
00:44:32: so oft gar nicht gesehen.
00:44:47: die gerade so wichtig sind und man muss sich wirklich vorstellen, was für ein einzigartiger Raum heutzutage eine neunzigminütige Yoga-Klasse ist.
00:44:59: Und ich meine es wirklich ernst!
00:45:02: Da sind keine Handys, da sind Leute in der Gemeinschaft total reduziert, Einflüsse eingeht, da läuft vielleicht maximal coole lautere Musik.
00:45:15: Aber auch das ja nicht immer.
00:45:18: Ansonsten geht es einfach nur um den Atem.
00:45:20: Da ist kein Vergleich, da ist kein Spiegemeister, keine Optimierung.
00:45:25: Das Ganze wird noch mit einem schönen philosophischen Thema eingewogen.
00:45:32: Es sind Coaching, Breathwork, Nervensystemregulationen, Therapien und Körperprävention gegen Rückenschmerzen.
00:45:41: Sorry, ist jetzt ein bisschen dick aufgetragen.
00:45:43: Ich
00:45:43: finde nicht.
00:45:43: Es ist ein mit Außen einer
00:45:47: und wir werden auf jeden Fall zu schlecht.
00:45:53: Ja es ist... Die Leute die's machen schätzen das schon genauso auch wert.
00:45:57: Das weiß ich auch.
00:45:58: aber wie du schon sagst, die selbst habe mich noch nicht ganz da anders gebraucht.
00:46:04: Aber ich komme nochmal zurück zur Idee dass das auch wiederum bei uns anfängt und selber auch dafür wertzuschätzen.
00:46:14: Vielleicht kann ich hier ganz gut eine kleine Produktplatzierung einbringen, Ich habe einen Online-Programm
00:46:20: mit
00:46:21: Eva.
00:46:22: Das kann man immer buchen über meine Webseite und das ist so eine einundzwanzig Tage Yoga Sadhana also eine kontinuierliche Praxis.
00:46:31: Und Eva steht für drei Qualitäten Expansion Also Ausdienung mehr Raum einnehmen, aber auch raus aus dem was vorher die Komfortzone war.
00:46:46: Also neue Möglichkeiten im Betrag ziehen und spannend jetzt für den Talk heute ist glaube ich das zweite ist Worth also Wert selbstwert den anzuheben oder überhaupt mal zu erkennen ja schätze ich mich eigentlich wert.
00:47:03: und in welchen Feldern ist da echt noch Luft nach oben?
00:47:08: und was wir beide haben, dass wir uns zum Beispiel leicht getriggert fühlen.
00:47:12: Wenn Leute uns nicht so sehr wertschätzen in dem was wir tun dann spricht es dafür das auch in uns.
00:47:19: diese Komponente da ist ja die das nicht tut Die denkt ich muss mehr leisten oder was ich mache is kein angemessener Job Ich hänge ja tagsüber im Tisch im Wald, das ist nicht okay.
00:47:32: Ich muss sofort weiterarbeiten was auch immer.
00:47:34: Also dass man sich das anguckt und ich mache da so spezielle Form von Meditationen um auch so feste Muster zu erkennen und auch langfristig natürlich es kein Wunderwerk aber auch umzuschreiben in dem System.
00:47:49: Und Authenticity ist dann also um das Thema Authentizität.
00:47:53: also diese drei Pfeiler umfasst das Programm und ich finde es wirklich super gut für alle die sagen Hey mein Yoga, das findet nicht nur auf der Mathe statt sondern es ist ja ein Weg der Selbsterkenntnis wo wir wollen uns selber besser kennenlernen
00:48:08: und
00:48:09: mit unseren Energien haushalten auch.
00:48:12: Und die lenken!
00:48:15: Das ist mein Versuch auch des Yoga noch viel ganzheitlicher zu... zu praktizieren, also als Methode mit einer Körpermethode aber nicht abgetrennt von all dem was wir besprochen haben.
00:48:31: Oh schön wow das klingt wunderbar passt auch irgendwie umwerfen zu unserem Thema heute genau ja ja dass ist schön.
00:48:40: also das ist tatsächlich auch die Mission wenn man das so nennen will für den Podcast gewesen weil ich wollte auch Yoga aus dieser ... aus dieser Ecke rausholen, wo es oft immer noch mal drin steckt oder Schublade.
00:48:53: Und auch jetzt... Ich hatte auch in vielleicht nochmal ganz kurz ab, die ist auch diese... Es gibt ja auch diese für die Retriez, ich weiß nicht ob du das auch machst, diese... Anerkennung als Bildungsveranstaltung und hatte ich auch ein Telefonat mit einer Dame da im Amt in Berlin, die mir dann auch wieder gesagt hat.
00:49:09: Also Joga das ist Freizeitbeschäftigung!
00:49:11: Das geht gar nicht.
00:49:13: Ich habe dann wirklich immer so einen Bedauern und dann hab' ich auch zu ihr euch dann gesagt okay ich glaub es ist ok also dann machen wir's einfach nicht, aber glaube ich auch an der Stelle irgendwie das Gespräch nicht weiterführen.
00:49:24: Und da merke ich immer, da habe ich wirklich so den Bedaueren und deswegen so schön Mit Blick auf die Uhr.
00:49:30: vielleicht konnten wir mit unserem Gespräch heute so ein bisschen dazu beitragen, das auch nochmal ganz ehrlich und tiefgründig zu beleuchten.
00:49:41: Vielleicht auch mit den Herausforderungen noch mal benannt aber in der Transparenz vielleicht finde ich schön.
00:49:49: Ich danke dir wie verrückt dass du die Einladung gefolgt
00:49:51: hast.
00:49:52: Das hat wieder richtig Spaß
00:49:54: gemacht.
00:49:56: Ja, danke!
00:49:57: Danke.
00:49:58: und dann danke, dass ihr auch hier reingehört habt.
00:50:01: Und bis zum nächsten Mal!
00:50:05: Nächstes Mal.
00:50:21: Ciao!
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