Maisha´s OM TO GO - Meditation mitten im Leben

Shownotes

„Ich kann nicht meditieren – ich denke immer.“ Ein Satz, den Katherina Bock immer wieder hört. Doch genau darin steckt eines der größten Missverständnisse rund um Meditation: Gedanken zu haben bedeutet nicht, dass Meditation nicht funktioniert. Denn Gedanken zu produzieren, liegt schlicht in der Natur unseres Geistes.

In dieser OM TO GO-Folge erklärt Katherina, worum es beim Meditieren tatsächlich geht. Sie stellt unterschiedliche Formen der Meditation vor und zeigt, warum nicht das Verschwinden der Gedanken entscheidend ist, sondern der bewusste Umgang mit ihnen: wahrnehmen, beobachten und immer wieder zurückkehren – zum Atem, zu einem Mantra oder einfach in den gegenwärtigen Moment.

Mehr über Katherina und ihre Arbeit findest du hier: www.maisha-jena.de

Oder folge Katherina auf Instagram: https://www.instagram.com/maishayoga/

Transkript anzeigen

00:00:00: Weg von Yoga-Klischees, aufgesetzten Glitzerkram und Pseudospiritualität.

00:00:06: Hin zu innerem Wachstum Balance & Tiefgang

00:00:09: in….

00:00:10: Ommiets

00:00:11: Alltag!

00:00:11: Der Podcast von und mit Katharina Bock Liebevoll und alltagstauglich wirft Katharina einen Blick auf wertvolle Themen aus der Welt des Yoga – Balance, mentale Kraft und Lebensfreude.

00:00:23: Bist du bereit für Yoga mitten im Leben?

00:00:27: Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Om Mitz Alltag Yoga jenseits der Klischees.

00:00:34: Ich bin Katharina Bock und ich freue mich sehr, dass du reinhörst in diese Kurzfolge.

00:00:39: mit

00:00:39: dem finde ich super großartigen Thema.

00:00:43: muss man meditieren können ohne zu denken Oder wie ist das?

00:00:48: Genau, weil ich wollte das gerne einmal aufrollen hier in aller Kürze.

00:00:52: Weil es immer noch das Missverständnis glaube ich über Yoga was mir am häufigsten im Alltag begegnet gerade auch wenn jemand vielleicht beginnt Yoga zu praktizieren oder auch einfach mehr im Gespräch über Yoga, über Meditation Das ist immer dieser Satz Ich kann nicht meditieren!

00:01:12: Ich denke immer und ich habe immer Gedanken ehrlich gesagt ein bisschen süß, weil das ist wirklich grundsätzlich ganz wichtig

00:01:22: zu verstehen.

00:01:23: Das Meditation ja gerade nicht bedeutet dass plötzlich keine Gedanken

00:01:28: mehr

00:01:28: auftauchen.

00:01:28: also

00:01:29: das ist dieser

00:01:30: high end super fortge aller fortgeschrittenste

00:01:33: Zustand den man erreichen kann

00:01:34: werde ich mal so ausdrücken wollen.

00:01:37: Ja, also wirklich auch oftmals eher wenn man Richtung Aschram denkt oder so.

00:01:43: Wir sind alle eingebettet wir haben in schönsten Sinne Rollen die wir auch ausfüllen im Alltag.

00:01:50: Wir haben Beziehungen und Verantwortung dass erstrebenswerte sozusagen oder das sollte nicht die sowieso nicht, aber auch kein

00:02:03: Ziel oder Weg oder Intention sein da rauszukommen

00:02:06: wo es keine Gedanken mehr gibt.

00:02:08: Weil es ist einfach die Natur unseres Mind-Gedanken zu produzieren.

00:02:15: also das macht der mind und Deswegen ist so ein bisschen vielleicht ein schönes Beispiel.

00:02:25: Das wäre tatsächlich in meiner großen Mehrliebe, es wär das Gleiche zu sagen ich kann nicht ans Meer gehen da sind immer Wellen oder sowas.

00:02:34: Der versucht das in einen Bild zu bringen.

00:02:37: Das

00:02:38: funktioniert nicht genau und das ist auch Quatsch weil

00:02:41: das wie gesagt darum gar nicht geht.

00:02:43: und das war mir ganz wichtig auch noch mal hier anzuleuchten, sozusagen oder zu beleuchten weil es gibt drei so Möglichkeiten.

00:02:52: Man kann auf etwas meditieren das ist zum Beispiel der Atem oder auch ein Mantra eine Kerzenflamme.

00:03:01: auch Körperempfindungen können das sein?

00:03:03: Das ist wunderbar und das bedeutet ich gebe meiner Aufmerksamkeit einen Anker und Gedanken kommen trotzdem die ganze Zeit und ich kehre immer wieder sehr bewusst zu diesem Anker zurück.

00:03:18: Und auch das ist ganz wichtig, auch das zu wissen dass man eher vielleicht auch in dem Moment wo man zurückkehrt bemerkt hat, ah da ist ein Gedanke und ich gehe zurück zu dem Anker.

00:03:32: Das ist eigentlich der Moment vielleicht auch so wo Meditation

00:03:35: passiert nämlich dieses Bewusste

00:03:38: Ich identifiziere mich nicht mit meinen Gedanken Die sind da die kommen und gehen Und ich verankere mich bei eben dem was ich mir gewählt habe.

00:03:48: Der Atem ist ein super Klassiker So ein ganz schöner der ja immer auch verfügbar ist.

00:03:53: Genau Und dieses Zurückkehrenüben, das ist sozusagen eine Form der Meditationspraxis und auch wichtig.

00:04:03: Auch dass vielleicht nicht so ein... dahinter, dass so gesehen wird oder das du das so siehst.

00:04:10: Ah jetzt hat es wieder nicht geklappt!

00:04:11: Jetzt bin ich mit der Aufmerksamkeit in diesen Gedanken eingetaucht wie ich das auch immer so gerne sage in der Praxis, dass der Gedanke dich sozusagen aus der Haltung und aus dem Raum herauszieht

00:04:26: Was auch immer du in deinen Gedanken hast, zurück nochmal auf der Arbeit oder bei der Familie oder vorn raus.

00:04:33: In der To-do-Liste ich gehe dann nach der Yoga-Paxis noch mal einkaufen oder so.

00:04:37: Also was auch immer und da habe ich noch das Meetings-Telefonat.

00:04:42: Der Moment wo du das bemerkst ist ganz wunderbar!

00:04:45: Also das ist ganz wichtig,

00:04:47: genau.

00:04:48: Das vielleicht noch mal hier dazu zu sagen und

00:04:50: man kann über etwas meditieren – das nennt sich auch Kontemplation falls du das schon gehört hast.

00:04:56: also da es Denken sogar ausdrücklich erwünscht nur eben in einer anderen Bewusstheit und auch weniger zerstreut.

00:05:04: also zum Beispiel Klassiker ganz schöner.

00:05:06: wunderschöner wäre kontemplieren über Mitgefühl oder die Vergänglichkeit Dankbarkeit vielleicht auch eine Philosophie Frage oder in bestimmten Gedanken, also was dich gerade bewegt.

00:05:19: Manchmal sucht man vielleicht auch eine Entscheidung im Leben klein unter groß und will die nicht aus dem Rationalen sozusagen herausholen sondern lässt sie so ein bisschen in die Tiefe einzigern.

00:05:32: Also das wäre ein über etwas meditieren ist auch meditierend.

00:05:37: noch mal ne andere Form wie gesagt da ist denken Teil davon

00:05:41: einer

00:05:41: anderen Weise.

00:05:43: Und dann gibt es eben noch diese offene Meditation, das finde ich auch wunderschön.

00:05:49: In dem Sinne von wirklich einfach sitzen und wahrnehmen was auftaucht also alles Gedanken Gefühle Geräusche Körper Empfindungen Alles auftauchen zu lassen ohne sofort einzusteigen dort mit der Aufmerksamkeit oder was daraus zu machen oder es wegzubekommen.

00:06:11: Das ist die Praxis der Meditation.

00:06:16: Also das Ziel ist gar nicht weniger Gedanken, zu haben, sondern vielleicht erstmal auf einer grundlegenden Ebene ist wirklich weniger von diesen oder jeden Gedanken mitgenommen zu werden.

00:06:33: Also auch rauszukommen aus dieser ich würde es fast mal sagen Fernsteuerung dass wir da so drin in unseren ganzen Mustern Glauben setzen unbewusst hin und her gezogen werden wie so ein Blatt im Wind, dass wir da mitschwingen ohne vielleicht selber.

00:06:51: Auch es geht ja immer ganz toll darum auch wenn's darum geht warum meditieren wir?

00:06:56: um vielleicht auch eine Wahlmöglichkeit zu haben und nicht alles glauben zu müssen was unser meint uns erzählt über uns selbst über andere über unser Leben über die Welt über wie die Dinge sind usw.

00:07:11: das wird diese Freiheit erlangen Und auch wieder in großer Wertschätzung.

00:07:16: Also klar, wir haben die Muster aus gutem Grund.

00:07:19: Die haben uns zu einem Zeitpunkt in unserem Leben wahrscheinlich mal sehr, sehr gedient und gleichzeitig ist es manchmal häufig so dass wir als erwachsener Mensch das wir die ablösen können weil das gar nicht mehr nötig ist.

00:07:32: also das ist auch diese Entwicklung vielleicht dieses innere Wachstum was immer stattfinden kann über die Yoga Praxis wo die Meditation ein Teil davon ist oder dazugehört, ohne etwas wirklich weghaben zu wollen oder in diese Gedankenlosigkeit vielleicht hinein streben

00:07:54: zu wollen.

00:07:55: Es passiert eh über

00:07:56: das

00:07:57: Loslassen nicht über irgendwas hinzielen sozusagen.

00:08:02: Ziellosigkeit da drin es ist wirklich wichtig und dies bemerken und das ist wirklich einfach Übungspraxis.

00:08:11: Also nichts wegmachen wollen, alles dasein lassen.

00:08:17: Das hat auch schon so eine große Schönheit.

00:08:18: also da ist Unruhe okay, da ist lange Weile auch ok oder da ist ein Gedanke alle drei Sekunden auch okay.

00:08:27: Also dass wir wirklich diese Ebene etablieren, die in der Lage ist die eigenen Gedanken zu beobachten und das ist sozusagen im Sitzen.

00:08:36: In der Meditation ist immer die einfacherere

00:08:38: Variante damit uns das dann im Alltag gelingt.

00:08:44: da sind nochmal die Herausforderungen

00:08:47: größer weil einfach viel mehr Reize sind oder Einflüsse in dem Moment

00:08:51: oder die Situation

00:08:52: hat viel viel viel mehr.

00:08:54: und genau also Meditation ist vielleicht wirklich da drin, kann man fast sogar sagen nochmal so eine Beziehung zu dem was ohnehin.

00:09:10: da ist herzustellen oder wie auch die alten Tantra Hatha Yogis immer gesagt haben, so in dieser Welt zu leben und gleichzeitig aber ein bisschen wie nicht aus dieser Welt.

00:09:23: Also das finde ich vielleicht noch mal einen wichtigen Gedanken.

00:09:26: zum Schluss und das sind wir schon wieder weit über der Kurzfolge

00:09:31: dass

00:09:32: es wirklich auch darum geht mit dieser großen Bewusstheit, mitten reinzutauchen ins Leben mit allem was es bereithält.

00:09:43: Also sich nicht davon zu isolieren rauszunehmen.

00:09:47: das findet man auch oft in so spirituellen Kreisen.

00:09:51: Ja genau verweise ich mal auf dem Podcast auch

00:09:52: mit Timo zu Was

00:09:53: ist Spiritualität?

00:09:55: Vielleicht auch ganz wertvoll wenn dich das so interessiert.

00:09:58: nochmal ein eigenes riesiges Thema aber wirklich nicht eben das so zu praktizieren um sich herauszuziehen aus der Welt dass ein eigenes Riesenklischee, sondern um mittendrin zu sein in der Realität.

00:10:12: Aber in dieser Bewusstheit eben nicht ferngesteuert oder weniger fern gesteuert, sondern freier von den eigenen Gedanken die uns ganz oft dienen wenn wir was planen organisieren kreieren wunderbar und manchmal aber auch so klein halten oder zurückhalten was zu tun was uns so am Herzen liegt, weil wir uns selber da drin ausbremsen.

00:10:37: Mit unserem Mind, der immer ein bisschen pessimistisch unterwegs ist – das liegt in der Natur der Sache – hat uns auch mal

00:10:45: über Leben gesichert.

00:10:47: Auch evolutionär!

00:10:49: Wahrscheinlich sind die ganzen Optimisten einfach ausgestorben, weil sie die Gefahren nie so erkannt haben.

00:10:55: und gleichzeitig hoch lebe der Optimismus.

00:10:58: und diese Wahlfreiheit, welchen Gedanken magst du folgen?

00:11:03: Wann sind die auch dran im Alltag?

00:11:05: also will ich jetzt hier wenn ich einen schönen Moment habe mit Familie, Freunden oder auch im Beruf.

00:11:12: irgendwie im schönen

00:11:12: Projekt stecke, will ich da jetzt darin sein?

00:11:15: Hundert Prozent in dieser Lebendigkeit.

00:11:17: Dieser Schönheit ist

00:11:18: Moments auch wieder mit allem was dazugehört also keiner Klischee-Schönheit

00:11:23: sozusagen.

00:11:24: oder will ich in dem Moment dort sein körperlich anwesend und vielleicht im Kopf

00:11:30: irgendwo grübeln

00:11:31: woanders an der Sache sitzen denken usw.

00:11:34: Also das ermöglicht es auch dass wir in so eine wunderschöne Präsenz kommen dem Leben und uns, und da drin ist auch immer diese ganz große Lebendigkeit zu finden.

00:11:47: Also auch dafür lohnt es sich in diese Bewusstheit zu gehen.

00:11:51: wo.

00:11:51: Meditationspraxis ist gleich Yoga Praxis also jede Asana ist.

00:11:56: zur Tiefstmeditation wenn man sie so praktiziert finde ich ganz wichtig zu sagen auch das ist oft falsch verstanden Klischee.

00:12:04: jetzt haben wir schon dritte

00:12:06: genau.

00:12:07: also Ich runde hier und hoffe ich konnte dich inspirieren und vielleicht auch

00:12:13: eine Leichtigkeit reinbringen in die Yoga-Praxis ist nichts, was gelingen soll.

00:12:18: Sondern ein Übungsweg mit ganz viel

00:12:22: Liebe

00:12:22: zu einer Fehlerfreundlichkeit würde ich es mal nennen.

00:12:26: Das impliziert das.

00:12:27: Das ist da drin

00:12:28: in großer Leichtigkeitschönheit ohne das zu verbissen oder zu ernstzunehmen.

00:12:36: Da können wir auch viel aus der Yogatradition lernen würde ich mal sagen.

00:12:44: Schön, dass

00:12:44: du reingehört

00:12:45: hast und wir hören uns ganz bald.

00:12:48: eine schöne Zeit für

00:13:04: dich!

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